Ural 4320: Die Bremsanlage |
||
Die Bremsanlage
Im Ural ist original eine pneumatisch-hydraulische Zweileitungs-Einkreisbremse verbaut. Die Luft wird vom Luftpresser (6) verdichtet, zum Druckregler (8) geleitet, der den Maximaldruck des Systems regelt. Das Zweikreisventil (9) trennt den Luftstrom in zwei separate Kreise, die gegeneinander sichern. In den Luftflaschen (10,11) wird die Luft gespeichert. Betätigt man das Bremsventil (4), strömt die Luft zu den Bremskraftverstärkern (3) Zusätzlich strömt Luft zum Anhängerbremsventil (17) und von dort aus über die Kupplung (15) zum Anhänger. Bei meinem Fahrzeug ist die Anhängerbremsanlage modifiziert, sie verfügt über keinen separaten Druckspeicher, sondern wird aus Kreis 2 mitversorgt. Zusätzlich gibt es eine pneumatische Bremsung des Anängers bei eingelegter Feststellbremse. Eine gute Darstellung (PDF) von Bremsen allgemein gibt es von Wabco.
|
||
Das Einkreisschutzventil |
||
Das Zweikreisschutzventil
Die Lösung für dieses Problem ist das Zweikreisschutzventil, eigentlich nur eine Kombination aus mehreren Einkreisschutzventilen. Die Luft strömt bei (a) ein, ist der notwendige Überströmdruck für Kreis 1 erreicht, wird die Luft nach (c) durchgelassen. Erreicht auch Kreis (b) den (höheren) Überströmdruck, wird auch hier das Ventil geöffnet. Bricht hier Kreis 1, wird Kreis 2 immer noch mit einer Mindestluftmenge versorgt, da der Überströmdruck von Kreis 1 in beiden Kreisen nie unterschritten wird.
|
||
Die Radbremsen
Die Einstellung der Radbremsen erfolgt über die Einstellexzenter (2). Eine Drehung zum Radinneren vermindert das Spiel der Bremsbeläge zur Trommel, eine Drehung des Schlüssels nach aussen verringert das Spiel. Stellt man die Bremsen ohne Abnehmen der Räder ein, so gilt als Faustregel, dass man den Exzenter anzieht und dann wieder um eine Flanke (30°) zurückdreht. Die Bremsbacken dürfen nicht schleifen. Vorzugsweise sollte die Bremse jedoch bei abgenommenen Reifen auf ein Spiel von 0,5 mm einsestellt werden. |